Globalisierung zähmen und sterben Früchte ernten
Basteln am Informal Empire
WeltTrends Institut für Internationale Politik
Wolfram Wallraf
Der historisch angelegte Vergleich versucht, Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen dem Aufstieg der USA zur Weltmacht in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts und der weltpolitischen Agenda der VR China im frühen 21. Jahrhunderts zu identifizieren.

Wir werden Zeuge der Geburt eine neuen Weltmacht, die nicht nur ihre enorme Wirtschafts- und Finanzkraft, ihr politisch-diplomatisches Gewicht und ihre militärische Statur, sondern auch ihre wachsende soft power im Sinne kommunikativer interkultureller Kompetenz und ihrer Vorbildwirkung für Modernisierungserfolg in der Dritten Welt nutzt, um multilaterale Netzwerke und internationale Regime aufzubauen.
Dem wachsenden ordnungspolitischen Einfluss der VR China in globalen und regionalen Zusammenhängen gegenüber steht der Rückzug der USA aus multilateralen Verbindungen und Verantwortlichkeiten, gepaart mit Ignoranz gegenüber internationalen Normen und Interessenlagen der Partnerstaaten.
Kurz gesagt: Die USA reduzieren ihr multilaterale Engagement, China bringt sich mit eigenen Ideen und Interessen immer stärker…
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